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Gal Oya National Park


Der Gal Oya National Park, in den Distrikten Ampara und Badulla, liegt ca. 300 km von Colombo entfernt, Richtung Ostküste. Er hat seinen Namen von dem gleichnamigen Fluss Gal Oya erhalten, der durch den Park fließt. Nach der Unabhängigkeit im Jahre 1948 wurde der Fluss gestaut, mit dem Ziel hier den größten Süßwasserspeicher der Insel, den Senanayake Samudra, anzulegen. Der Speiche wiederum trägt den Namen des ersten Premierministers des nachkolonialen Ceylon's und Initiators des Projektes, D.S. Senanayake. Samudra bedeutet im übrigen 'See' und charakterisiert die beeindruckende Größe des Reservoirs. Es ist möglich Ausflüge per Boot auf dem See zu unternehmen an dem sich auch auch eine nennenswerte Fischereiindustrie angesiedelt hat. Ein Boottrip ist eine hervorragende Möglichkeit die Vielfalt der Wasservögel kennen zu lernen, die den See zu ihrer Heimat gemacht haben. 

Diese große Wasserfläche mit den umgebenden bewaldeten, felsigen Hügeln ist eine der attraktivsten Landschaften die Sri Lanka zu bieten hat. Als der See angelegt wurde mussten große Teile des Waldes, und damit der Lebensraum der Weddahs, jagende und sammelnde Ureinwohner Sri Lankas, weichen. Die aus dem Wasser ragenden knorrigen Stämme der ursprünglichen Bewachsung zeugen noch heute von dem negativen Effekt der Überschwemmungen. Der See und sein näherer Einzugsbereich machen den Gal Oya National Park aus, der 1954 eröffnet wurde und heute eine Fläche von ungefähr 62.900 ha bedeckt.

Gal Oya ist eigentlich ein Tal und zwar eines mit Geschichte. Vor langer Zeit war es Zufluchtsort für  verschiedene Könige. Im 2. Jahrh. v.Chr. fand zum Beispiel König Tissa in Digavapi Unterschlupf, dem Ort, von dem gesagt wird, dass Buddha ihn auf seiner 3. und letzten Sri Lanka-Reise besucht hat. Die Dagoba, die in Erinnerung an diesen Besuch gebaut wurde, zieht jährlich tausende von Pilgern an. Im 13. Jahrh. zog sich König Buvenekabhu auf den Gipfel des Govindahela zurück, einem Berg im Park. In der Henebedde Höhle nahe des Berges Vadinagala  findet der Besucher Brahmi Inschriften und ganz in der Nähe einen Wächterstein aus Mondstein.

Die Vegatation des Gal Oya National Park besteht aus Wald und Grasland, beherrscht durch die Baumarten Halmilla (Berrya cordifolia), Mango (Mangifery zeylanica), Calamander (Diospyrus chaetocarpa) und Ebenholz (Diospyrus ebenum). Im Grasland dominieren die Arten Aralu (Terminalia chebula), Bulu (Terminalia bellirica) und Gammalu (Pterocarpus marsupium).

Im Gal Oya National Park wurden 32 Säugetierarten gezählt. Am weitesten verbreitet sind grauer Langur (Prebytis entellus), Ceylon Hutaffe (Macaca sinica), Leopard (Panthera pardus fusca), Lippenbär (Melursus ursinus), Elefant (Elephas maximus), Wildschwein (Sus crofas cristatus) und Wasserbüffel (Bubalus bubalis).

In der Vogelwelt wurden bisher 150 Arten vermerkt. Höchst beachtenswert sind die Arten, die vom Aussterben bedroht sind wie der rotgesichtige Malkoha (Phoenicophaus pyrrhocephalus) und das rote Spornhuhn (Galloperdix biclarata). Im Park existieren eine große Anzahl von Fischjägern, darunter der kleine Kormoran (Phalacrocorax niger), der große Kormoran (Phalacrocorax carbo), der indische Kormoran (Phalacrocorax fuscicollis), Graupelikan (Pelecanus philippensis), Graukopffischadler (Ichthyophaga ichthyaetus) und Weissbauchseeadler (Haliaeetus leucogaster).

In der Kategorie der Reptilien dominieren das Sumpfkrokodil (Crocodylus palustris) - im Bereich der Wasserflächen und an Zu- und Abläufen zu finden - und der Wasserwaran (Varanus bengalensis) - in den trockeneren Bereichen. An Schlangenarten kommen hier Rattenschlange (Ptyas mucosus), Python (Python molurus) sowie Kobra (Naja naja) und Russel's Viper (Daboia russellii) vor.

     
 

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